Damit es bei der Einführung und Nutzung des Systems keine Missverständnisse gibt, haben wir die wichtigsten Punkte zur Interpretation und zum Geltungsbereich hier zusammengefasst.
Eine digitale Rezeptur ist die vollständige, strukturierte Erfassung aller Zutaten, Mengenangaben und Produktionsparameter in einem zentralen System. Sie ersetzt die lose Sammlung von Papierdokumenten und Tabellen und bildet die verbindliche Grundlage für die Produktion.
Die Verantwortung liegt bei den jeweiligen Fachabteilungen: Die Rezepturverwaltung pflegt die Rezepturen, das Qualitätsmanagement hinterlegt Allergen- und Prüfdaten, und die Produktionsplanung ergänzt die fertigungsspezifischen Parameter. Das System protokolliert jede Änderung mit Nutzer und Zeitstempel.
Allergene werden direkt in der Zutatenliste hinterlegt und automatisch in die Produktkennzeichnung übernommen. Die Daten basieren auf den Angaben der Rohstofflieferanten und werden regelmäßig auf Aktualität geprüft. Eine manuelle Übertragung in die Kennzeichnung entfällt.
Nur Rezepturversionen, die den Status „freigegeben“ tragen, dürfen in der Produktion verwendet werden. Entwürfe und in Prüfung befindliche Versionen sind klar gekennzeichnet und für die Fertigung gesperrt. Der Freigabeprozess ist im System dokumentiert und nachvollziehbar.
Ja, das System ist produktgruppenunabhängig einsetzbar. Ob Getränke, Backwaren, Fleischprodukte oder Convenience – die Struktur der Rezepturen und Parameter lässt sich an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Die hinterlegten Qualitätsstandards werden pro Produktgruppe definiert.
Jede Änderung wird mit einer neuen Versionsnummer versehen und im Änderungsprotokoll festgehalten. Sie sehen auf einen Blick, wer welche Änderung wann vorgenommen hat und aus welchem Grund. So bleiben Sie auch bei mehreren Bearbeitern jederzeit auf dem aktuellen Stand.
Sechs Module, die vom Rohstoff bis zur freigegebenen Charge alle relevanten Daten an einem Ort bündeln – ohne Medienbrüche und ohne doppelte Pflege.
Von der ersten Idee bis zur Charge: Der gesamte Rezepturlebenszyklus bleibt zentral dokumentiert, nachvollziehbar und jederzeit prüfbar.